„Ist Dormagen für die Zukunft fit?“

Gelungener Maiempfang der SPD Dormagen

(v.l.n.r.) Bürgermeister Erik Lierenfeld, Rainer Thiel MdL und SPD-Chef Carsten Müller

Selbstverständlich waren die anstehenden Wahlen ein Thema beim sehr gut besuchten Mai-Empfang der SPD Dormagen am Dienstagabend in der Kulle – wenn auch nicht der Grund für die Einladung, wie Stadtverbandsvorsitzender Carsten Müller betonte. Schließlich hätte die Veranstaltung schon fast Tradition und solle in erster Linie zu Gesprächen in lockerer Atmosphäre, zum Austausch von Meinungen und zu Anregungen für die Politik dienen. Das Motto des Abends lautete „Ist Dormagen für die Zukunft fit?“ In seiner Begrüßungsrede forderte der SPD-Chef u. a. bei den Themen Flüchtlinge, bezahlbarer Wohnraum, Gewerbeansiedlung und sozialer Infrastruktur denn auch, die Zukunft bei allen Diskussionen zu berücksichtigen. Mit den vorhandenen endlichen Ressourcen wie Geld, Flächen und auch ehrenamtlicher Arbeit müsse sorgsam umgegangen werden, und es sei abzuwägen, was letztendlich wie auf den Weg zu bringen sei.

Landtagsabgeordneter Rainer Thiel resümierte in seiner Rede die Erfolge der Landesregierung der letzten fünf Jahre und stellte denen, die NRW beispielsweise eine hohe Arbeitslosigkeit sowie ein Scheitern des Programms „Kein Kind zurücklassen“ bescheinigen wollten, Fakten gegenüber, die diese Aussagen als unwahr entlarvten. Er forderte zudem ein Ende der Debatten um vorzeitigen Kohleausstieg: „Unsere Wirtschaft, aber auch wir alle brauchen sicheren und bezahlbaren Strom, gerade unsere Region mit zahlreichen und großen Industriebetrieben.“ Weitere Ziele sind eine Stärkung der Ausbildung auch im handwerklichen Bereich, die Finanzierung der Meisterprüfungen durch die öffentliche Hand, bessere Rahmenbedingungen für die Wirtschaft und mehr soziale Gerechtigkeit insbesondere bei der Steuerbelastung – viele Themen, die auch die Zukunft der Dormagenerinnen und Dormagener betreffen.

Bürgermeister Erik Lierenfeld spannte einen weiten Bogen von der Europa- über die Bundes- und Landespolitik bis hin zur Kommunalpolitik und machte deutlich, dass nur im harmonischen „Vierklang“ dieser Ebenen das Wohl der Bürgerinnen und Bürger gedeihen kann. Dies würde beispielsweise bei der Integration, die in der Kommune stattfindet, aber auf die finanzielle Unterstützung vom Bund und Land angewiesen sei, deutlich werden. Dies gelte aber ebenso bei der Vereinfachung von Genehmigungsverfahren zur Förderung der Wirtschaftsfreundlichkeit, um Gewerbeansiedlungen zu ermöglichen und Arbeitsplätze vor Ort zu sichern und neu zu schaffen. Für die Zukunft gab er weiterhin das Motto „Dormagen ist gut, aber wir können noch besser werden“ aus. Hier hat er ebenso die weitere Konsolidierung der Finanzen trotz des 8,1 Millionen-Überschusses in 2016 im Blick wie die bürgernahe Verwaltung und die Bewältigung des Spagates zwischen wirtschaftlicher Entwicklung und Umweltschutz. Darüber hinaus hat er noch einmal deutlich gemacht, was eine kinder- und familienfreundliche Stadt ausmacht.

Die Musik des „Akustik Duos Gentile“, kühle Getränke und Fingerfood sowie die gemeinsame Verfolgung des TV-Duells zwischen Ministerpräsidentin Hannelore Kraft und Herausforderer Armin Laschet sorgten für einen schönen Rahmen, in dem auch Gespräche und das Miteinander nicht zu kurz kamen.

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