
Die stark gestiegenen Kraftstoffpreise infolge der Eskalation im Nahen Osten sorgen auch im Rhein-Kreis Neuss für große Verunsicherung. Der SPD-Bundestagsabgeordnete Daniel Rinkert fordert deshalb klare Maßnahmen gegen überhöhte Preise und mehr Transparenz am Kraftstoffmarkt
„Viele Menschen in Grevenbroich, Dormagen, Neuss, Jüchen oder Rommerskirchen sind täglich auf ihr Auto angewiesen – sei es für den Weg zur Arbeit, zum Schichtdienst in der Industrie oder für familiäre Verpflichtungen. Explodierende Spritpreise treffen unsere Region unmittelbar“, erklärt Rinkert.
Gerade eine Pendlerregion wie der Rhein-Kreis Neuss mit seiner starken industriellen Prägung spüre Preissprünge besonders deutlich. „Internationale Krisen dürfen nicht als Vorwand genutzt werden, um an den Zapfsäulen überproportional aufzuschlagen. Wenn Rohöl noch zu niedrigeren Preisen eingekauft wurde, erwarten die Bürgerinnen und Bürger zu Recht Fairness bei der Weitergabe der Kosten.“
Rinkert fordert daher konkrete Schritte:
- Konsequente Kontrolle durch die Markttransparenzstelle für Kraftstoffe
- Prüfung kartellrechtlicher Schritte bei Verdacht auf missbräuchliche Preisbildung
- Gezielte Entlastungen für Pendlerinnen und Pendler, falls das hohe Preisniveau anhält
- Weiteren Ausbau des ÖPNV und alternativer Mobilitätsangebote in der Region, um langfristig unabhängiger von fossilen Energien zu werden
„Unsere Region befindet sich im Strukturwandel. Viele Arbeitsplätze hängen weiterhin von Mobilität und bezahlbarer Energie ab. Deshalb müssen wir kurzfristig entlasten und gleichzeitig langfristig in klimafreundliche und verlässliche Mobilitätsangebote investieren“, so Rinkert.
Abschließend richtet er einen klaren Appell an die Mineralölkonzerne: „Krisen sind kein Geschäftsmodell. Wer jetzt überzogene Gewinne erzielt, verliert das Vertrauen der Menschen – auch hier bei uns im Rhein-Kreis Neuss.“

