SPD beantragt mit BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke/Die PARTEI eine Sondersitzung des Polizeibeirates im Rhein-Kreis Neuss
Die SPD-Kreistagsfraktion setzt sich für eine starke sichtbare und spürbare Polizeipräsenz vor Ort in den Städten und der Gemeinde im Rhein-Kreis Neuss ein. „Die Neuorganisation der Polizeikräfte im Kreis durch die CDU-Landrätin Katharina Reinhold steht im völligen Gegensatz dazu“, stellt Christina Borggräfe, Vorsitzende der SPD-Kreistagsfraktion im Rhein-Kreis Neuss, fest. Betroffen sind insbesondere die westlichen Kommunen Meerbusch, Kaarst, Korschenbroich und Jüchen. „Der Jüchener Stadtrat hat einstimmig eine Resolution beschlossen, in der ein Ende des Pilotprojektes, bei dem Polizeibeamte aus Grevenbroich nach Jüchen starten, und ein Neubau der Jüchener Polizeiwache gefordert werden“, so Borggräfe weiter. Kritik an der Entscheidung der Landrätin kommt auch aus den CDU-Rathäusern in Meerbusch und Korschenbroich.
SPD beantragt gemeinsam mit BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke/Die PARTEI eine Sondersitzung des Polizeibeirates
Vor diesem Hintergrund hat die SPD-Kreistagsfraktion gemeinsam mit den Fraktionen von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN und Die Linke/Die PARTEI eine Sondersitzung des Polizeibeirates beantragt. Die drei Fraktionen fordern Einsicht in die Analysen und Statistiken, die zur Neuorganisation der Polizeikräfte im Kreisgebiet geführt haben. Auch wollen sie erfahren, welche Erfahrungen bislang mit dem Pilotprojekt in Jüchen gesammelt wurden und ob der Neubau der Polizeiwache in Jüchen Teil einer Gesamtperspektive der Polizeiarbeit im Kreisgebiet ist.
Christina Borggräfe: „Eine Zentralisierung auf Kaarst und Grevenbroich führt zum Gegenteil“
„Sicherheit braucht Nähe und Ortskenntnis ist kein Luxus – nur wenn Polizeikräfte vor Ort sind, können sie schnell reagieren und effektiv handeln“, bekräftigt Udo Bartsch, stellvertretender Vorsitzender des Polizeibeirates. „Nur eine sichtbare Polizeiwache wirkt vorbeugend und stärkt das Sicherheitsgefühl der Bevölkerung. Dafür muss sie auch als Teil der öffentlichen Daseinsvorsorge vor Ort ansprechbar und erreichbar sein. Eine Zentralisierung auf Kaarst und Grevenbroich führt zum Gegenteil“, ergänzt Borggräfe.
Im Wahlprogramm zur Kreistagswahl 2025 versprach die CDU noch eine „weitere vehemente Erhöhung der Polizeipräsenz“, denn diese „ist fundamental für das Sicherheitsgefühl.“ Darüber hinaus schließt dies laut CDU „den Erhalt und die Modernisierung der Polizeiwachen im Kreisgebiet“ mit ein.


